Marion Schulz
Bibliothekarin; Geschäftsführerin des BreZeL (Bremer Zentrum für Literaturdokumentation in der Germanistik an der Universität Bremen); Projektleitung; Initiatorin der Stiftung Frauen-Literatur-Forschung e.V.; dort seit 1986 Vorsitzende.

Mein Ziel war und ist es, die Arbeit von Frauen sichtbar zu machen, dem Vergessen und Verschwinden von Werken von Frauen etwas entgegenzusetzen. In den vielen Jahren, in denen ich die Arbeit der Stiftung Frauen-Literatur-Forschung bestimme und gestalte, wurde mir immer wichtiger, Wissen weiter zu geben. Das ist einmal möglich mit der DATENBANK SCHRIFTSTELLERINNEN IN DEUTSCHLAND, ÖSTERREICH, SCHWEIZ 1945-2008 und andererseits ganz konkret in der Arbeit mit PraktikantInnen, Studierenden und vielen MitarbeiterInnen, die über arbeitsmarktpolitische Förderprogramme finanziert wurden und durch die Arbeit an DaSinD zum Teil erstmalig mit Literatur und Schriftstellerinnen in Kontakt kommen konnten.

Ursula Bajohr
Buchhalterin; nach 30 Jahren in einer Firma arbeitslos wegen Firmenschließung. Ein neuer Anfang ist mir bei der Stiftung Frauen-Literatur-Forschung e.V. gelungen. Eine völlig andere Welt, die Welt der Buchstaben und Geschichten, hat meine bisherige Welt der Zahlen abgelöst und mich bereichert. Wobei mir die Genauigkeit und Exaktheit im Umgang mit Zahlen bei der Recherche und Eingabe der Daten sehr zugute kommt. Ich sorge dafür, dass die Titel der Beiträge in Anthologien in die DATENBANK SCHRIFTSTELLERINNEN IN DEUTSCHLAND, ÖSTERREICH, SCHWEIZ 1945-2008 aufgenommen werden und ergänze bzw. recherchiere biografische Daten der Autorinnen. Eine wahrlich vielseitige und detektivische Arbeit.

Nils Rosenberg
Bachelor in Anglistik/Linguistik; nach Orientierung im technischen Bereich (zwei Semester Elektro- und Informationstechnik und vier Semester Agrarwissenschaften) bin ich schließlich doch meiner Neigung zu Sprache und Literatur gefolgt und habe das Studium in English-Speaking Cultures und Linguistik mit dem Bachelor abgeschlossen. Durch ein Praktikum bei der Stiftung Frauen-Literatur-Forschung e.V. habe ich mich schließlich noch der deutschen Literatur zugewandt. Durch die Mitarbeit an der DATENBANK SCHRIFTSTELLERINNEN IN DEUTSCHLAND, ÖSTERREICH, SCHWEIZ 1945-2008 wurden jedoch rasch meine Kenntnisse im Umgang mit Datenbanken und dem Internet ausgebaut. Nach dem Praktikum habe ich mich ehrenamtlich in die einzelnen Arbeitsgänge vertieft und Dank eines Werkvertrages betreue ich hier inzwischen verschiedene Projekte selbständig.

Helga Sparbert
Lehrerin; als leidenschaftliche Leserin ist es nach meiner Pensionierung genau die richtige ehrenamtliche Aufgabe für mich, den Spuren der Schriftstellerinnen nach 1945 zu folgen. Manch „alte Bekannte“ ist dabei, manch spannende Neuentdeckung lässt sich machen. Zurzeit versuche ich, das Sterbedatum der Frauen herauszufinden, die zwischen 1890 und 1920 geboren wurden. Einige haben nur wenige Gedichte oder Erzählungen veröffentlicht, und es kommt mir dann so vor, als wären auch sie hundertjährig einfach aus dem Fenster gestiegen und verschwunden.

Erika Nannen
Kauffrau; ich bin vierzig Jahre in der Geschäftsleitung eines mittleren Industriebetriebs tätig gewesen. Seit Beginn des neuen Jahrhunderts genieße ich meinen Ruhestand, musste mich jedoch nach dem plötzlichen Tod meines Mannes neu orientieren. So bin ich seit 5 Jahren in der Stiftung Frauen-Literatur-Forschung e.V. ehrenamtlich tätig. Da ich bereits in Kindertagen eine Leseratte war, kommt mir die Beschäftigung mit Literatur sehr gelegen. In einem fröhlichen Team gibt es bei spannenden Recherchen immer wieder Neues zu entdecken, so dass mein Leseinteresse nicht einschlafen kann.

Perihan Cicek
Sachbearbeiterin; ich komme aus der Türkei und lebe seit 1995 in Deutschland. Inzwischen spreche ich Deutsch ebenso gut wie meine Muttersprache; trotzdem hätte ich mir nie vorgestellt, bei einer Datenbank zu deutschsprachigen Schriftstellerinnen mitzuarbeiten. Meine Aufgabe ist zurzeit, Inhaltsverzeichnisse von Anthologien einzuscannen und zu bearbeiten. Dabei werden mir die unterschiedlichsten Formen deutscher Vor- und Zunamen vertraut – da hat doch jede Sprache ihre Besonderheiten. Und ich entdecke auch die ein oder andere interessante Schriftstellerin und ihr Werk. So kann auch nur „einscannen“ zu einer anregenden Tätigkeit werden.