Anlässlich des 20jährigen Jubiläums hat die Stiftung Frauen-Literatur-Forschung e.V. am 13. Juli 2006 zu einer Podiumsdiskussion eingeladen:

„Die fetten Jahre sind vorbei? Welche fetten Jahre?
Braucht die Gesellschaft die Literaturwissenschaft?“

Die Sprach- und Literaturwissenschaften sind in der Krise, und das nicht zum ersten Mal. Zugleich zeigen sie eine Produktivität wie seit Jahren nicht mehr. Stellen sind Mangelware, aber Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nicht. Ausbildung und Bildung stehen hoch im Kurs, vor allem in den Sonntagsreden und weniger bei den Ausstattungen der Bildungsinstitutionen. Erstaunlicherweise geht es jedoch nicht darum, dass kein Geld vorhanden wäre, sondern um Prioritäten. Die Sprach- und Literaturwissenschaften sind bei öffentlichen Veranstaltungen wie „Stadt der Wissenschaften“, wie „Kinderuniversität“ nur am Rande präsent. Was muss geschehen, damit der Transfer von literaturwissenschaftlich gewonnenen Erkenntnissen in die Gesellschaft hinein gelingt und damit gesellschaftlicher Wert und Relevanz der Sprach- und Literaturwissenschaften deutlich wird?

Auf dem Podium diskutierten unter der Moderation von Gerald Sammet (Radio Bremen)
Prof. Dr. Thomas Althaus (Universität Bremen),
Prof. Dr. Ilse Nagelschmidt (Universität Leipzig),
Prof. Dr. Anthonya Visser (Universität Leiden),
Dr. Klaus Sondergeld (Bremen Marketing GmbH)
Prof. Dr. Gerold Wefer (Universität Bremen).

Für alle, die nicht mit diskutieren konnten, wurde die Podiumsdiskussion aufgezeichnet und eine DVD kann angefordert werden.
Für alle, die die Aussagen lieber nachlesen möchten, haben wir die Diskussion transkribiert. Sie können den Text hier aufrufen.